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Das Schulzentrum
Im März 1978 beschloss der Rat der Stadt Gladbeck, den Schulkomplex am Kortenkamp zu einer vierzügigen Hauptschule und zu einer zweizügigen Realschule auszubauen. Beide Einrichtungen sollten als Ganztagsschule geführt werden. Drei Jahre später konnte das Gebäude der Realschule bezogen werden. Als voll ausgebaute Schule besuchten im Jahre 1985 329 Schüler die Realschule in Brauck.

Die Profilbildung zweier Schulen innerhalb eines Schulzentrums, von denen die eine halb so groß war wie die andere, war damals nicht leicht. Erschwert wurde sie durch Diskussionen um eine eventuelle Zusammenlegung beider Schulen zu einer Gesamtschule. So überrascht es nicht, dass es damals (und gelegentlich noch heute) immer wieder Gladbecker Bürger gab, die nicht wussten, dass es im Gladbecker Süden eine eigenständige Realschule gibt. Viele setzten das Wort „Schulzentrum“ mit „Gesamtschule“ gleich, trotz intensiver Öffentlichkeitsarbeit. Erstaunlich ist, dass es diese Missverständnisse in Gelsenkirchen nicht gab. Schon früh wurde unserer Schule dort für viele Eltern zu einer attraktiven Alternative zu den eigenen Schulen.

Aufgrund dieser Situation haben die Themen „Eigenständigkeit“ und „Profilbildung“ schon immer eine hohe Priorität bei Eltern, Schülern und Lehrern besessen, so dass sich unsere Schule mittlerweile „einen Namen gemacht hat“ (im wahrsten Sinne des Wortes) und sogar mehr Schüler hat als die ehemals größere Hauptschule nebenan.

Dieser Profilbildung diente auch der Schulversuch „Ökologie“, die konzeptionelle Neugestaltung des Ganztags und natürlich die Namensgebung der Schule 1995, für die die Schule vier Jahre lang beharrlich gekämpft hat. Wie wichtig die Namensgebung für die Identitätsfindung der Schule war, machen folgende Sätze aus dem entsprechenden Antragsschreiben der Schulkonferenz an den Schulträger deutlich: „Ein Name fördert die Identifikation […] und ist hilfreich bei der Identifizierung der Schule in der Öffentlichkeit. Wenn ein aktives Schulleben, Eigenständigkeit und Profilbildung […] als Kriterien für eine gute Schule betrachtet werden […], dann müssen auch die elementaren Voraussetzungen dafür geschaffen werden.“

Die Wahl eines Namenspatrons fiel auf Erich Kästner, weil er – durch seine Rolle als bedeu-tender deutscher Schriftsteller - eine positive Identifikationsmöglichkeit sowohl für Kinder als auch Erwachsene bietet. Er ist in der Regel allen Schülern bekannt, und seine Werke wer-den regelmäßig im Deutschunterricht unserer Schule gelesen. Mit dem Namen erhielt unsere Schule somit 1995 auch eine neue Sicherheit und Perspektive.