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| Förderkonzepte im Rahmen der Erprobungsstufe |
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Die Schülerinnen und Schüler unserer Schule stammen aus relativ heterogenen
Familien, häufig mit Migrationshintergrund (→ Kap. III, 9). Im Hinblick auf ihre
schulischen Leistungen lassen sich die Schüler in drei Gruppen einteilen:
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Schüler, die in (fast) allen Fächern
gute bis sehr gute Leistungen erbringen; |
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Schüler, die in (fast) allen Fächern
schlechte Leistungen erbringen; |
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Schüler, die punktuelle Schwierigkeiten
in einigen Fächern haben. |
Der Förderunterricht an der Erich Kästner-Realschule dient
dem Ziel, die Schülerinnen und Schüler mit ihren unterschiedlichen
Lernvoraussetzungen bedarfsgerecht und individuell zu fördern. Bis zum
Schuljahr 2003/04 erhielten alle 5. Klassen zusätzlich zum regulären
Unterricht eine weitere Stunde in den Fächern Deutsch, Englisch und
Mathematik. Ab Klasse 7 erhalten die Schüler lediglich noch Förderunterricht
im Fach Englisch. In späteren Jahrgangsstufen werden bei Bedarf
Förderstunden eingerichtet.
Diese Stunden werden von den Lehrern auf drei verschiedene Weisen genutzt:
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als zusätzliche weitere
Unterrichtsstunde ohne besonderen Förderinhalt zum jeweils im
regulären Unterricht behandelten Stoff und somit als Möglichkeit,
den normalen Stoff etwas zu entzerren oder an einigen Stellen zu
intensivieren; |
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als Übungsstunde mit allen Schülern zur
Festigung eines besonderen Themas unabhängig vom laufenden Thema; |
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als Übungsstunde mit einem Teil der
Schüler, die bei einem speziellen Thema besonderen Förderbedarf
haben. |
Dabei hat sich herausgestellt, dass vor allem bei der
letzten Variante einige Schüler die Teilnahme am Förderunterricht eher als
„Strafe“ denn als Chance sahen und entsprechend wenig motiviert für die
Mitarbeit waren.
Seit dem Schuljahr 2004/05 erhalten die neuen 5. Klassen eine personell
doppelt besetze Förderstunde in den Fächern Deutsch, Englisch und
Mathematik. Dabei findet der Förderunterricht für alle drei Klassen
zeitgleich statt, d.h. dreimal pro Woche findet gleichzeitig eine doppelt
besetzte Englisch-, Mathematik- und Deutschstunde statt. Die Schüler hätten
dadurch die Möglichkeit, ihren persönlichen Stärken und Schwächen
entsprechend klassen-übergreifend am Förderunterricht teilzunehmen.
Diese Rahmenbedingungen ermöglichen die konkrete Durchführung des
Förderunterrichts nach zwei Modellen:
Modell A:
Die Klasse wird in jedem Hauptfach in zwei Gruppen, differenziert nach
individuellem Leistungsstand, eingeteilt. Die betroffenen Fachlehrer/innen
einigen sich über die Einteilung der Fördergruppen.
Modell B:
Die Klasse wird in jedem Hauptfach in drei Gruppen eingeteilt, die sich
durch ihren Leistungsstand voneinander unterscheiden. Der Förderunterricht
kann so an drei Tagen zeit-gleich in sechs Lerngruppen erfolgen (s.unten).
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z.B. Dienstag
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z.B. Mittwoch
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z.B. Freitag
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Deutsch |
A-Level
B-Level |
C-Level
A-Level |
B-Level
C-Level |
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Englisch |
C-Level
A-Level |
B-Level
C-Level |
A-Level
B-Level |
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Mathe |
B-Level
C-Level |
A-Level
B-Level |
C-Level
A-Level |
Gegenüberstellung der beiden
Fördermodelle
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Modell A |
Modell B |
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Gruppeneinteilung: |
Pro Klasse 2
Gruppen pro Fach, differenziert nach stärkeren und schwächeren SuS
Der reguläre
Fachlehrer sollte dabei die schwächere Gruppe unterrichten |
Insgesamt für alle
3 Klassen 6 Gruppen pro Fach, differenziert nach starken, mittleren
und schwachen SuS |
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Konsequenzen für
den Schüler: |
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Je 1 Std./Woche Förderunterricht in E/D/M
-
S wird zur schwächeren oder stärkeren Gruppen
zugeordnet
-
S arbeitet mit S aus der eigenen Klasse zusammen |
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Je 1 Std./Woche Förderunterricht in E/D/M
-
S wird zur schwachen, mittleren oder starken
Gruppe zugeordnet
-
S arbeitet mit S aus allen 3 Klassen zusammen
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Vorteile: |
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Intensiveres Kennenlernen einzelner
Klassenmitglieder untereinander
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Vertrautheit schafft günstigere
Lernvoraussetzungen
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Stunden müssen nicht parallel liegen
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Keine Raumknappheit
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Schnellere Korrekturmöglichkeit bei verändertem
Leistungsstand |
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Differenzierung nach drei Leistungsstufen
-
Daher bessere Berücksichtigung des Mittelfeldes
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Homogenere Gruppen
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Nachteile: |
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Vernachlässigung des Mittelfeldes
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Heterogenere Gruppen
-
Förderstoff kann Bezug zum regulären
Unterrichtsstoff haben |
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Die neue Gruppenzusammensetzung erschwert die
Entstehung der Klasse als soziales Gefüge.
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S kennt viele Mitschüler nicht
-
L kennt viele Schüler erst einmal
nicht
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Förderstoff ist losgelöst vom regulären
Unterrichtsstoff
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Förderstunden müssen parallel liegen
-
Raumknappheit
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Problematik bei Vertretungen
-
Großer organisatorischer Aufwand |
Möglichkeiten der Evaluation
| mittelfristig |
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Vergleich
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von Klassenarbeiten |
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der mündlichen Leistungen |
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der Lernbereitschaft |
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Schülerrückmeldungen |
langfristig
In Bezug auf die „Lernkarriere“ eines jeden einzelnen Schülers an
unserer Schule kann im Laufe der Jahre eine Evaluation erfolgen
durch |
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Leistungsentwicklung/Lernfortschritt, |
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Entwicklung der Lernmotivation, |
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Rückmeldungen des Schülers, |
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Rückmeldungen der Lehrer (wurden
bestehende Lücken geschlossen?). |
In Bezug auf das Lernverhalten innerhalb einer Klasse kann die
Evaluation erfolgen durch |
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Fluktuationsprotokolle, |
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Unterrichtsstörungen, |
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generelle Arbeitshaltung und
Leistungsbereitschaft in der Lerngruppe, |
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Notendurchschnitt, |
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Vergleichsarbeiten, |
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Lernstandserhebungen, |
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Rückmeldungen der Lehrer, |
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Rückmeldungen der Schüler etc. |
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