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Medien bestimmen unseren Alltag. Aus diesem Grund sollte der Umgang mit Medien
für die Schüler zu einer Selbstverständlichkeit werden, vor allem der Umgang mit
dem Computer und die Nutzung des Internets. Dafür ist die entsprechende
Ausstattung mit „Neuen Medien“ Voraussetzung (→ Punkt III. 6. „Medienkonzept“).
So steht neben dem Informatikraum seit kurzem ein weiterer vernetzter Raum mit
Internetzugang zur Verfügung, hierbei handelt es sich um das Selbstlernzentrum.
Dieses Zentrum dient nicht nur dazu, den Umgang mit dem Internet zu schulen,
sondern stärkt auch das eigenverantwortliche Arbeiten der Schüler. Die Schüler
können hier in Gruppen oder alleine selbst organisiert und eigenverantwortlich
an komplexen Themen des Fachunterrichts arbeiten. Hier wird verstärkt auf selbst
initiiertes Lernen gesetzt und zugleich die Möglichkeit der elektronischen
Medien, insbesondere dem Internet, geboten. Dieser Raum bietet Lernmöglichkeiten
außerhalb des regulären Unterrichts, zum Teil ergänzend und vertiefend, zum Teil
erweiternd. Ferner ermöglicht das Selbstlernzentrum, die durch Stundenausfall
und andere Unterbrechungen beeinträchtigte Kontinuität des Lernens durch
eigenverantwortliches Arbeiten z.B. mit Lernprogrammen wiederzugewinnen. Des
Weiteren können die SchülerInnen aber auch klassenarbeitsrelevanten Stoff
wiederholen, sich auf Referate vorbereiten oder an Projekten weiterarbeiten.
Flankierende Aspekte des Unterrichts können hier selbstständig erworben und
vertieft werden und erhalten dadurch einen höheren Stellenwert.
Die Fähigkeit, selbstständig zu lernen, entscheidet nicht nur zunehmend über
Lebenschancen, sondern auch darüber, wie viel Schüler in der Schule lernen. Das
haben Schulstudien der letzten Zeit immer wieder deutlich gezeigt. Hier leistet
das Selbstlernzentrum einen wichtigen Beitrag. Selbstständigkeit kann aber nur
dann gelernt werden, wenn sie Grundprinzip in jedem Unterricht wird. Dieser
Anspruch an Unterricht droht im Alltag immer wieder aus dem Blick zu
verschwinden, vor allem da Schüler oft wenig Bereitschaft zeigen eigenständig zu
arbeiten. So soll in den kommenden Jahren das selbstständige Lernen einen immer
größeren Raum einnehmen, und auch konsequent im Unterricht umgesetzt werden, um
den Schülern die Möglichkeit zu geben, gute Erfahrungen mit ihrer
Selbstständigkeit zu machen. Hier spielt das Selbstlernzentrum eine wichtige
Rolle.
Dieses Zentrum stellt eine ausreichende Anzahl von Arbeitsplätzen für Schüler
und Arbeitsgruppen zur Verfügung. Die Arbeitsplätze sind mit moderner Hard- und
Software ausgestattet, so dass die Schüler im Rahmen ihrer Selbststudien auf
verschiedenste Formen des multimedialen Angebotes zurückgreifen können. Zwei
größere Tischanordnungen unterstützen ohne mediale Unterstützung das
selbstständige Lernen in Einzel- oder Gruppenarbeit. Um den Umgang mit möglichst
vielfältigen Medien zu schulen, stehen den Schülern in diesem Raum auch
Printmedien wie Lexika und Fachliteratur zur Verfügung. Die Schüler sollen zu
einem kritisch prüfenden, wählenden und verarbeitenden Zugang mit
Informationsmaterialen angeleitet werden.
Das Selbstlernzentrum soll den Klassen 7 bis 10 zur freien Verfügung stehen und
in der Regel während der Öffnungszeiten des Sekretariats geöffnet sein.
Zusätzlich genutzt wird das Selbstlernzentrum für Trainingskurse in den Fächern
Mathematik, Englisch und Deutsch für die Klassen 7 und 8. Hier geben Schüler der
Klassen 10 ihre Fähigkeiten und Kenntnisse an jüngere Schüler weiter. Diese
Tutoren werden von Lehrern in die pädagogischen, fachlichen und methodischen
Aspekte ihrer Arbeit eingewiesen. Gelernt wird in Kleingruppen bis vier
Teilnehmer. In Klasse 8 und 9 wird das Selbstlernzentrum auch zur
Berufswahlvorbereitung genutzt (→ Kap. V, 2: „Berufswahlvorbereitung“). In den
Klassen 5 und 6 findet eine Einweisung in das Selbstlernzentrum statt und die
Schüler werden auf das selbstständige Arbeiten vorbereitet, damit ab Klasse 7
das Selbstlernzentrum sinnvoll genutzt werden kann. |