Das Beratungskonzept der Erich Kästner-Realschule basiert auf den drei
Bausteinen
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Übergang von der Grundschule; |
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Beratung in den Schulstufen
(Schullaufbahn, Berufswahlvorbereitung, Abschlüsse) |
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Ständige Beratungen (Tutoriate,
Elternsprechtage, Streitschlichtung, individuelle Schülerberatung).
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Die einzelnen Bausteine zeigen, dass der Schüler ganzheitlich in seiner
Entwicklung begleitet wird. Unsere Schule nimmt den Schüler ernst in allen
Fragen des Lebens, also auch bei seinen persönlichen und schulischen Problemen.
Die Einrichtungen der ständigen Beratungen sind geeignet, die Konflikte der
Schüler aufzufangen. Ziel der Konfliktberatung ist letztendlich das Vermindern
von Stresspotentialen zur Förderung des Unterrichts sowie des Zusammenlebens der
Schüler in einer Ganztagsschule.
Orientierungspunkt für die Qualität der Konfliktberatung ist das Leitziel der
Schule:
„Die Sachen klären. Den Menschen stärken.“
Aus diesem Leitgedanken ergeben sich die folgenden Evaluationskriterien einer
erfolgreichen Beratung:
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Die Schüler haben großes Vertrauen in
die sie beratenden Lehrer; sie suchen die Beratung und sind bereit
auf Lösungsvorschläge einzugehen. |
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Die Beratung ist erfolgreich: Konflikte
werden gelöst, verringern sich oder treten immer seltener auf. |
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Konflikte zwischen zwei oder mehreren
Personen werden gemeinsam gelöst (Lösungs-vorschläge werden
akzeptiert und eingehalten). |
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Schüler sind zunehmend bereit,
Konflikte auszuhandeln (Verzicht auf Gewalt). |
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Schüler sind in der Lage, Konflikte
untereinander selbständig zu lösen (auch mit Hilfe der
Streitschlichtung). |
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Eskalation von Gewalt tritt seltener
oder gar nicht mehr auf. |
Bei der Verankerung der Konfliktberatung im Schulprogramm wurde deutlich,
dass zwar die Zielrichtung Beratungsangebots eindeutig gefasst werden konnte,
dass jedoch neben den persönlichen Eindrücken der Lehrer und auch der
Beratungslehrer keine gesicherten Erkenntnisse über die Effizienz der
Beratungsangebote vorlagen. Folgende Fragen blieben offen:
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Sind alle Konfliktsituationen der
Schüler bekannt? |
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Kennen die Schüler alle
Beratungsangebote? |
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Werden die Angebote angenommen? |
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Wie werden die Angebote genutzt – vor
allem: Tutoriate, Streitschlichtung und individuelle Beratung durch
den Beratungslehrer? (Häufigkeit, Priorität) |
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Warum werden die Angebote nicht oder
nur selten genutzt? (Die unbekannten Fälle) |
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Welche Erfahrung haben die Schüler mit
Beratung gemacht? |
Erst die Antworten auf diese Fragen, die durch ein Evaluationsverfahren
ermittelt werden sollten, zeigten, ob das Beratungskonzept den Bedürfnissen und
Erwartungen der Schüler entsprach oder angepasst werden musste.
Evaluation: Individuelle Schülerberatung (Konfliktberatung)
Grundlage der Selbstevaluation ist eine Schülerumfrage unter 554 Schülern. Unter
Beteiligung der SV-Schüler, des SV-Lehrers, der Beratungslehrer und der
Schulleitung wurde ein Fragebogen konzipiert. Die Zusammenstellung der Daten und
die Auswertung übernahm der WPF-Kurs Sozialwissenschaften.
Die Ergebnisse der Schülerumfrage:
An dieser Stelle soll nur auf einige wenige Ergebnisse der Umfrage eingegangen
werden. Die Konflikte, in denen sich die Schüler häufig befinden, sind
hinlänglich bekannt: Streitigkeiten mit den Mitschülern, „Stress“ mit Lehrern
und bei den Mädchen auch schon mal Gruppenkonflikte.
Wenn es um Beratung geht, dann werden am häufigsten der Klassenlehrer und die an
unserer Schule stattfindende Klassenlehrerstunde (Tutoriat) genannt. Vor allem
die jüngeren Schüler gewinnen hier das Gefühl, ernst genommen zu werden, dass
man sich Zeit für ihre Probleme nimmt und man ihnen wirklich helfen will.
Bei den anderen Beratungsangeboten bemängeln die Schüler – besonders die älteren
- die fehlende Zeit und Ruhe für ein Gespräch („Zwischen-Tür-und-Angel-Gespräch“).
Mädchen ab Klasse 7 wünschen sich häufiger das Beratungsgespräch mit einem/einer
Lehrer/in ihres Vertrauens als Jungen. Ältere Jungen geben eher vor, ihre
Probleme alleine lösen zu können; zumindest gehen sie davon aus, dass man ihnen
bei ihren Problemen an der Schule nicht helfen kann. Auf der anderen Seite geben
sie aber auch zu, dass sie Angst haben vor Repressalien oder vor der Blamage,
sollten ihre Probleme bekannt werden. Je älter die Schüler also sind, desto mehr
suchen sie die diskrete und vertrauensvolle Beratung außerhalb der Klasse.
Konsequenz: Neues Beratungskonzept
Die Umfrage hätte nun wenig Sinn gehabt, wenn die Ergebnisse sich nicht auf die
laufende Beratungspraxis auswirkten. Die Sollwerte der Beratung wurden neu
formuliert.
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Klassenlehrer/in und Tutoriate haben
sich bewährt. Daher sollten Fortbildungsmaßnahmen für Lehrer im
Bereich Konfliktmanagement und Gesprächsführung unterstützt werden. |
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Über die weiteren Beratungsangebote
müssen die Schüler informiert werden – Personalisierung der Beratung
(Schwarzes Brett, Flyer, Info in der Klasse). |
Maßnahmen zur Individualisierung der Beratung:
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Für die Beratung und auch für die SV
werden eigene Räume zur Verfügung gestellt. |
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Es gibt feste Öffnungszeiten der
Beratungsstelle während der Schulzeit (Pausen, Mittagsfreizeit) und
darüber hinaus auch freie Terminabsprachen. |
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Ausbau der Streitschlichtung als Hilfe
zur Selbsthilfe |
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AG für Mädchen: „Selbstbewusstes
Handeln“ |
Zusätzlich werden die Beratungslehrer zukünftig die Zusammenarbeit mit
außerschulischen Einrichtung verstärken. |